Für die Gesundheit

Gesundes aus dem Garten
Seit jeher gehören Pflanzen zu den wichtigsten Naturprodukten, die der Mensch verwendet. Wer einen eigenen Garten hat, braucht diesbezüglich gar nicht allzu weit zu suchen. Pflanzen, welche Gesundes bieten, wachsen fast in jedem Gartenbeet: Petersilie, Schnittlauch, Knoblauch oder die Schafgarbe sind bekannte Beispiele. Solche Pflanzen sind auch unter dem Begriff “ Gewürz- und Heilpflanzen “ bekannt. Sie werden aufgrund ihrer Wirkstoffe in der Volksheilkunde und in der wissenschaftlichen Medizin zu Heilzwecken verwendet. Gewürz- und Heilpflanzen haben eine lange Tradition. Die heilende Wirkung von Koriander, Kümmel und Kamille kannten bereits die alten Ägypter oder die Griechen. So schrieb der griechische Arzt Dioskorides bereits um Christi Geburt ein Buch zum Thema, das über viele Jahrhunderte hindurch als Standardwerk der Medizin galt. Gewürz- und Heilpflanzen wurden aber bereits viel früher in den Gärten kultiviert. So liessen zum Beispiel babylonische Könige rund 750 Jahre vor Christus in ihren Gärten Gewürze und Kräuter wachsen. Insbesondere Knoblauch, Zwiebel, Fenchel und Kümmel.

Gesunder Boden – gesunde Kräuter

Was liegt heute also näher, als Gewürz- und Heilpflanzen auf einem gesunden, biologisch gedüngten Boden anzupflanzen. Die ideale Pflanzerde ist ein humusreicher, lockerer Boden an sonniger und windgeschützter Lage. Ein Gewürz- und Heilpflanzengarten ist einfach anzulegen. Bereits ein kleines Beet reicht für ganz persönliche Kräuterkombinationen aus. Vor dem Pflanzen muss der Boden gut gelockert werden. Allerdings gilt es darauf zu achten, dass stark wachsende Pflanzen wie Zitronenmelisse oder der Sonnenhut in der Mitte gepflanzt werden. Thymian, Schnittlauch und Bohnenkraut finden dagegen am Rande ihren Platz. Gewürz- und Heilkräuter sollten nicht zu eng gepflanzt werden, da viele dieser Pflanzen schnell zu stattlichen Büschen heranwachsen. Kurz vor der Blüte besitzen Gewürzpflanzen übrigens die meisten Inhaltsstoffe.

Tipps

- Bevor man geerntete Gewürz- und Heilkräuter weiterverarbeitet, müssen sie sorgfältig gewaschen werden. Danach die Pflanzenteile trocken tupfen.
- Zum Aufbewahren Kräuter locker in ein feuchtes Küchentuch aus Stoff oder Papier wickeln oder befeuchtet in einem Schraubdeckelglas aufbewahren. Im Kühlschrank halten sie sich so ein bis zwei Tage frisch.
- Blätter und Pflanzenteile lassen sich auch trocknen. Getrocknetes zu Würzen verwenden oder als Tee genieesen.
- Gewürzpflanzen, die eine starke Würzkraft haben, zerkleinert einfieren. Allerdings sind sie dann nur noch zum Würzen von warmen Saucen und Suppen geeignet.
- Aromatische Kräuter zu Aufbewahren in Öl einlegen.

Welche Pflanzen eignen sich?
Zum festen Bestandteil im Familiengarten gehören gestimmt Schnittlauch und Petersilie. Diese sollten indes nicht nebeneinander zu stehen kommen, da sie sich gegenseitig abstossen. Empfehlenswert sind weiter Bohnenkraut, Estragon, Basilikum, Knoblauch, Pfefferminze, Salbei, Thymian und andere. Für Liebhaber, die genügend Platz im Garten haben, dürften ebenso Boretsch, Kerbel, Fenchel, Ysop, Zitronenmelisse oder Kamille von Bedeutung sein.
Im Hausgarten wachsen aber ebenso Ringelblumen, Schafgaben, Sonnenhut oder Eisenkraut. Die Liste der Gewürz- und Heilkräuter ist praktisch endlos und deshalb kaum vollständig aufzuzählen. Es liegt in der Sache der Natur, dass an dieser Stelle vorab eine Auswahl geeigneter Pflanzen für den Haus- und Familiengarten erwähnt werden.